Institut für Tierpathologie
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Sammlung

Man erkennt nur, was man kennt! Dieser Satz trifft für die gesamte Medizin zu, mehr noch aber für die Pathologie. Standen am Anfang Textbeschreibungen von Krankheitsbildern (Giovanni Battista Morgagni: De sedibus et causis morborum per anatomen indagatis, 1761) und dann Bild-Atlanten, so dienten später in der Ausbildung Aquarelle und häufig auch Wachsmodelle (Moulagen) der Veranschaulichung krankhafter Veränderungen. Spätestens seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurden dann vermehrt Feuchtpräparate in Schaugläsern in der Lehre eingesetzt.

Institut Tierpathologie Bild 2

Die Sammlung des Instituts umfaßt mehr als 1.000 Schaugläser von krankhaft veränderten Tierorganen. Die Objekte stammen überwiegend von Haustieren und umfassen alle Organsysteme. Neben Tumoren, Fehlbildungen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Parasitosen bilden Präparate von Tierseuchen einen wesentlichen Schwerpunkt der Sammlung. Besonders hervorzuheben sind Infektionskrankheiten, die aufgrund der erfolgreichen Tierseuchenbekämpfung heute in Deutschland gar nicht mehr oder nur noch äußerst selten auftreten. Beispielhaft seien genannt die Tuberkulose bei Rind, Pferd, Schwein und Hund, der Rotz beim Pferd oder auch Maul- und Klauenseuche, Lungenseuche und der Rauschbrand. Neben ihrem Demonstrationscharakter dienen Gewebeproben der Präparate auch für wissenschaftliche Vergleichsuntersuchungen mit aktuellen Krankheitsfällen.

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